Der HK SUB TS 11 ist an sich ein guter aktiver Subwoofer mit kräftiger Leistung und guter Akustik, jedoch wurde beim Verstärkermodul stark an Kosten gespart und ein Class-D Modul eines Chinesischen Herstellers verbaut. Dieses Modul erzeugt leider zusammen mit dem im geschlossenen Gehäuse verbauten Netzteil zu viel Hitze, deshalb schleichen sich unter anderem sehr viele Fehler mit der Zeit ein.

ACHTUNG: Bei der Reparatur des Subwoofers wird an oder in der Nähe eines Netzteils bzw. in der nähe von möglicherweise unter Lebensgefährlicher (Rest-)Spannung stehender Teile gearbeitet. Ich übernehme keinerlei Verantwortung für durch Nachahmung der nachfolgend beschriebenen Reparaturen und Eingriffe entstehenden Schäden sowie Folgeschäden. Bitte diese Reparaturen nur durchführen wenn man weiß was man tut und welche Gefahren damit verbunden sind. Bitte auch immer die Sicherheitsregeln beachten. (Spannungsfrei schalten, gegen wieder einschalten sichern und Spannungsfreiheit feststellen)

 

Den Subwoofer habe ich als Defekt sehr günstig auf eBay erstanden. Der Fehler äußerte sich zunächst in einem lauten Knallen und danach dem abschalten des Schutzrelais auf der Platine des Verstärkers. Nach öffnen des Verstärkers fielen mir die beiden ausgelaufenen Kondensatoren auf dem Class D Modul auf. Bei diesen Kondensatoren handelt es sich um Bipolare Elkos mit 10 uF und 100V Spannungsfestigkeit.

 

              

 

Wie man links sieht, sind die beiden Kondensatoren stark ausgelaufen und die Platine darunter war auch ziemlich mitgenommen.

Zunächst habe ich die alten Kondensatoren ausgelötet, und die Platine mit Alkohol gründlich gereinigt und mit klarsicht Nagellack wieder versiegelt. Anschließend habe ich die neuen Kondensatoren eingelötet.

Nachdem die offensichtlichen Schäden beseitigt waren habe ich die Platine erst einmal getestet, das Relais schaltete immer noch hin und her, obwohl nicht einmal ein Lautsprecher angeschlossen war. Das lag an einer Fehlfunktion auf der unteren Platine, zu der ich später noch einmal komme. Zum vorläufigen Betrieb habe ich einfach den Pin für das Relais am Kabel zwischen der unteren Platine und der Netzteilplatine abgezogen. Nachdem auch das provisorisch gelöst war habe ich den Subwoofer wieder zusammengebaut und getestet. In den ersten zwei Tagen war wieder alles in Ordnung und es war kein Knallen mehr zu hören, nach einigen Tagen begannen die Geräusche allerdings wieder.

Nach einigen auf und wieder zu machen und verzweifelten Bauteile tauschen kam ich in einem Forum auf die Lösung. Bei der Herstellung der Platinen wurde an verschiedenen Stellen ein gelber Kleber (vielleicht war er auch mal Weiß) aufgebracht. Da der Subwoofer anscheinend über Jahre hinweg im "Standby" Modus (welcher nur die LED an der Oberseite Orange leuchten lässt) betrieben und nicht aus gesteckt bzw. mit dem Netzschalter abgeschaltet wurde, wurde der eigentlich isolierende Kleber, durch die Hitze leitfähig. Wodurch sehr Interessante Fehler (auch andere als der Hier beschriebenen) entstehen können.

Nachdem ich an allen drei Platinen mit einem Schraubendreher den Kleber entfernt habe und alles wieder gereinigt hatte, waren alle Fehler verschwunden, selbst die Steuerleitung welche ich vorher abgeklemmt hatte, konnte ich wieder anklemmen.

Der Subwoofer läuft jetzt schon einige Monate und der Fehler kam nicht wieder.

Ich hoffe diese Anleitung konnte euch zu einem günstigen und trotzdem doch hochwertigen Subwoofer verhelfen, bzw. diesen vor dem Schrott retten.

Viel Erfolg bei der Fehlersuche!